| Alles fuer die Wohltaetigkeit |
achdem ich bei meinen letzten Streifzuegen behauptet hatte, das Angeln ziehe sich schleppend dahin, kam die Einladung zu einem Wohltaetigkeitswettkampf am Southlake und ich konnte es so einrichten, dass ich das ganze Wochenende dazu nutzen durfte.
Als Mitglied des Ausschusses vereinbarte ich mit Mark, dass ich das Kochen waehrend des Match uebernehmen wuerde. Das bedeutete Fruehstueck am Samstag und Sonntag Morgen und ein Currygericht am Samstag Abend. Dafuer brauchten wir genuegend Platz und einen Angelort in guter Lage, um einen Grill aufzustellen und andere notwendige Einrichtungen, um fuer 13 Angler zu kochen. Manche moegen jetzt meckern und sagen, das ist unfair, denn die anderen Angler muessen ihre Plaetze mit einem Los ziehen. Als es dann aber so weit war, wurde nur die Bucht ausgeknobelt, denn alle stimmten ihre Angelplaetze freundschaftlich ab und es gab keine Probleme. Ausserdem war es eine Wohltaetigkeitsveranstaltung und deshalb wuerde es mehr Geselligkeit geben.
Die “Truppe” am Freitag abend, kurz vor der Abfahrt!
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Die Ausruestung war aufgestellt, die Ruten draussen im Wasser mit dem gewohntn 18mm und 15mm snowman an einem 8` schwarzgetarnten Stueck Leder und einem Schrumpfschlauch versehen, um das Haar bewegen und in Position halten zu koennen. Koeder wurden grosszuegig ueber jede Angelstelle verstreut. Inzwischen hatte ich genau gegenueber von mir ein paar schoene und harte Stellen gefunden, ca. 4 Rutenlaengen entfernt und ungefaehr 3-4 fuss tief.
Nichts geschah in der ersten Nacht, alles blieb ruhig fuer Mark und mich. In der Naehe von Doug und Nick hatten 2 Paare mehr Glueck, sie fingen zwei Fische, einer davon erwies sich als neuer Rekord dieses Sees mit 39.12lb. Es ist komisch, der Mann, der ihn fing, hatte noch nie im Southlake geangelt, er war nur mal rueber gekommen und hatte eine neue Methode ausprobiert und gleich zwei schoene Karpfen gefangen! Das zeigt mal wieder, dass man sich in seinem Trott festsetzen kann und Session fuer Session immer dasselbe tut und dann kommt jemand Fremdes daher, macht alles anders und faengt die dicke Beute!!
Alles, was ich am Samstag fing, war eine Seemoeve, die neben meiner Zig Rute tauchte. Ich hatte so wie schon Probleme mit dieser Rute, denn der Koeder am unteren Ende hatte noch keine Aufmerksamkeit erregt. Nachdem er in Ordnung gebracht und wieder im Wasser war, war es Zeit, mich um die Vorbereitungen fuer das Currygericht zu kuemmern. Ich hatte Muehe, Mark davon abzuhalten, die Moeve zum Curry zu geben, da er kein grosser Vogelfan ist und meinte, dass sie so wie so nur unsere Angelaktivitaeten am Southlake behindern... Schliesslich konnte ich ihn davon ueberzeugen, dass nicht viel Fleisch an so einem Vogel ist und dass es mehr Muehe und Schererei bedeuten wuerde, ihn zu rupfen und auszunehmen!!
Das Curry Dinner war vorueber und es war an der Zeit, die Ruten zu sortieren. Da ich in der vorherigen Nacht nichts gefangen hatte, entschied ich, einige Koeder weiter draussen auszulegen und da niemand am gegenueberliegenden Ufer angelte, wagte ich einen Koederwurf auf die andere Seite. Mit einem Wurfstock warf ich ungefaehr 30 einzelne Koeder aus und gesellte mich dann mit einigen Bierchen zu den anderen. |

"Im Hauptlager – die Kueche in voller Aktion"
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Gegen 0.30 Uhr stolperte ich in den Liegestuhl, legte meinen Kopf aufs Kopfkissen und war innerhalb von wenigen Minuten weg!
Gegen 02.00 Uhr wurde ich vom Rucken der rechten Rute geweckt. Aufgrund meiner Bierchen war ich leicht kippelig und in die Wasserhosen zu kommen war keine leichte Aufgabe! Naja, schliesslich klappte es und ich hatte etwas Grosses am Haken, ohne zu wissen, was es war. Toll, dachte ich, ich bin im Rennen und habe Chancen, denn der Preis waren £140.00 !
Aber ich hatte die ganze Nacht getrunken und nachdem ich wieder bei mir war, fuehlte ich mich richtig schlecht und musste erstmal meine Blase entleeren, waehrend der Fisch draussen ausser Reichweite herumplatschte. Mark war aufmerksam geworden und stand hinter meiner Angelstelle, bereit einzugreifen, falls notwendig. Er erkundigte sich, was fuer ein rauschendes Wassergeraeusch da waere? „Ich mache Pipi“ war die Antwort. Ohhhhhhh meinte Mark und kicherte. So, nachdem ich mich nun entleert hatte, konnte ich die Aktion ernsthaft anpacken und mich auf den Fisch konzentrieren. Er schien ganz gluecklich und platschte rechts und links von mir hin und her, indem ich ihn naeher und naeher zog. In den letzten Minuten machte er ein paar verzweifelte Fluchtversuche, aber ich hatte alles unter Kontrolle und schob ihm rasch das Netz unter – ein schoener grosser Fisch! Die Waage zeigte 30.3lb an und einen Fisch, den Mark und ich noch nie zuvor gesehen hatten |
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Dieser Fang gab mir einen enormen Auftrieb und ich war jetzt richtig vorbereitet und sagte mir – du hast jetzt eine Chance, vielleicht nur eine kleine aber immerhin eine Chance, um den Preis zu gewinnen. Die Rute wurde wieder draussen aufgestellt und bei mir machten sich katerbedingte Kopfschmerzen breit....
Ich angelte wie ein Verrueckter den ganzen folgenden Tag, aber es sollte nicht sein, ich wurde Dritter, Doug und Nick Zweite und Graham und sein Partner gewannen den ersten Preis.
Es gab noch viel Gelaechter und ein paar schoene Fische tauchten auch auf, von den Koedern angezogen.
Mein naechster Angeltrip ging zum Fluss und ich erlebte dort eine Ueberraschung.
Davon spaeter! |
Timbo
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