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Leigh O' Keeffe.

25th July Chantecoq Du Der, France

Wir erreichten unseren reservierten Campingplatz an der Suedseite des Wasserbeckens. Nachdem das Auto entladen und das Lager errichtet war, machte ich mich auf den Weg zur Guarde Le Peche, um eine Tages-Angelerlaubnis an den entsprechenden Ufern der auf meiner Landkarte eingetragenen Plaetze einzuholen. Durch ihre Naehe zu unserem Campinplatz hatten wir diese Lage ausgewaehlt.  Bei einer Tour durch diese Gegend vor einigen Monaten hatten wir den Platz entdeckt und drei Monate im voraus fuer dieses Datum gebucht. Der See lag nur 30 m von unserem Zelt entfernt; der Weg dorthin fuehrte ueber einen Kiespfad und durch ein kleines Tor im Zaun. Die Lage war perfekt, ebenso das Wetter mit starkem suedwest Wind, welcher die Fische in die Naehe der Deiche trieb. Bewaffnet mit Ocean Fresh shelf life, Tutti Megafish & Green Lipped Mussel Koedern fuehlte ich mich unschlagbar und malte mir schon im Geiste eine erfolgreichen Fang aus.






Die Kaffeebar.“


“Unser neues Zuhause"


Folge dem Pfad hinunter zum Ufer. Hier plazierte ich meine drei Angelruten.  Ich benutzte ein 2m grosses Schlauchboot um meine Boilie Koeder in drei verschiedenen Laengen auszulegen, in genuegender Entfernung vom Ufer, um so den Karpfen Gelegenheit zu geben, durch mein Gebiet zu schwimmen.






Leider war der beste Angelplatz bereits vergeben. Das Gebiet fuer die Schwimmkoeder lag zu meiner Rechten, wo man sie nahe der Deiche und Brueckenpfeiler auslegen konnte. Diese hollaendischen Angler waren gut vorbereitet mit Zodiac und batteriebetriebenen Motoren. Sie hatten Fahrraeder mit hinteren Gepaecktraegern mitgebracht um nachts ihre Batterien auszutauschen, dadurch verfuegten sie ueber maximale Kapazitaet zur Aufbewahrung ihrer Koeder und Karpfen, die Nacht fuer Nacht in dem Gebiet gefangen wurden. Der groesste Fang in ihrem Gebiet wog 18 kg. und es waren viele Karpfen, die hier geangelt wurden. Die Bedingungen waren optimal bei einer warmen suedwest Brise, welche gegen eine Deichwand blies. Die Bruecke bildet einen Gehweg zur Insel und unter ihr liegt der Damm, dessen Mauer sich ca. 1 fuss unter der Wasseroberflaeche befindet. Sie hindert die sich im suedlichen Wasserbecken befindenden Karpfen daran, in den Hauptsee hinauszuschwimmen. Die Pfeiler sind von Muscheln ueberzogen und  messerscharf. Mit Booten werden die Karpfen so schnell wie moeglich vom Damm ferngehalten und zum Ufer getrieben. Der groesste Fisch, bekannt als der “Big Common” wog 30 kg und wurde wenige Monate vor unserer Ankunft  an dem selbem Platz, an dem ich angelte, gefangen.

Nachdem ich wirklich alles ausprobiert hatte und anfing leicht zu verzweifeln, entschied ich mich dazu, meine Koeder so weit wie es meine Hauptspule erlaubte, auszuwerfen in Richtung des entfernten Strandufers. Ich wollte versuchen, den Karpfen zu fangen, der sich entlang des Strandgebietes auf die Dammmauern zu bewegte. Aber kein Fisch bewegte sich weit und breit innerhalb meiner Angelschnuren, es schien unmoeglich! Aber es musste der einzige Weg fuer den Karpfen bis zum Damm sein! Zweimal musste ich zurueck zur Spule, die Angelschnuren neu aufrollen und zum Ufer ziehen – das war nicht guenstig. Endlich knuepfte ich eine weitere 50 m lange Angelschnur an die schon schwer beladene Spule.Am fuenften Tag – die Dunkelheit war bereits eingebrohen – inmitten voelliger Stille ertoente ploetzlich mein Alarm mit einem einzigen Ton, kurz darauf ein zweiter. Dies geschieht, wenn man einen Karpfen auf grosse Entfernung faengt, es gibt kein Reissen an der Angelschnur, nur eine Art Klopfen und einzelne Toene werden laut. Mit mono wuerde man wahrscheinlich ueberhaupt keine Wahrnehmung des Fisches erkennen und der Karpfen wuerde  seinen eigenen Angelhaken verschlucken und auf 50 m Naehe kommen, bevor der Alarm ausgeloest  wuerde.

Ich nahm die Angelrute und begann, die 200 m lange Schnur auf meine leere Spule aufzuwickeln. Als der Fisch endlich an Land lag, waren wir beide total erschoepft, es war inzwischen pechschwarz um uns herum und wir konnten nichts mehr erkennen. Ein digitales Foto bei totaler Finsternis zu schiessen ist eine komplizierte Aufgabe und bei der hohen Sommertemperatur schwitzte ich mir die Seele aus dem Leib, waehrend wir verzweifelt versuchten, den ganzen Karpfen und meinen Kopf aufs Bild zu bringen. Wir erreichten es, indem wir eine Kopflampe als Lichtanzeiger benutzten, um das Foto in die Mitte zu bringen!

Mein erster Du Der Karpfen wog 32 Pfund und ich geriet in Euphorie bei dem Gedanken, mit einem so grossen Fisch die vergangenen Tage wieder gutzumachen!!



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Gefangen mit einem Tutti Megafish 18 mm bottom Koeder und einem 15mm popup fished snowman style soaked in amino.."

Am naechsten Morgen war ich um 5 Uhr auf den Beinen und brachte die Angelrute an demselben Platz des Vortages wieder an. Die zweite Angelrute wurde 20 m davon entfernt dort angebracht, wo ich tags zuvor den grossen Karpfen gefangen hatte, d.h. 30 m von den flachen Stellen im Strandgebiet und ca. 230 m von meinem Ufer entfernt.  Zwischen den beiden Angelruten verstreute ich ungefaehr 2 kg gemischte GLM und TM boilies  und die Koeder an beiden Angelhaken bekamen PVA Saeckchen mit Method Mix. Damit wollte ich  dem Koeder am Haken extra Ziehkraft verleihen. Gegen 11 Uhr vernahm ich 2 Einzeltoene von der weit entfernten  Angelrute und ich wusste sofort, dass ich wieder einen Fisch hatte!! Ich ergriff die Rute, festigte die Schnur und lief ca. 3 m rueckwaerts um sicherzustellen, dass ich den Angelhaken richtig landen koennte und in Kontakt mit dem Fisch war. Es dauert ungefaehr 20 Minuten, bis die Schnur wieder auf der Spule ist und ich musste staendig die Haende wechseln bei diesem Vorgehen, da sie wahnsinnig schmerzten. Schliesslich hatte ich das Tier ans Ufer gezogen und mein Nachbar erkannte sofort sein Gewicht: 20 kg! Deshalb hatten meine Arme und Haende so geschmerzt!!



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Gefangen mit einem Snowman Green Lipped Mussel boilie, Gewicht 44 Pfund. Es war mein zweiter Fisch von ueber 40 Pfund in 1 Monat, in 2 verschiedenen Gewaessern und in 2 verschiedenen Laendern! Ich befand mich auf Wolke 9 !!!."

Anmerkungen und Tipps:

Die Anglertageskarte fuer eine Woche kostet 90 Euro (gueltig innerhalb eines  Jahres). Notwendig sind drei Passfotos fuer den Fuehrerschein und die Tageserlaubnis. Der Campingplatz betrug 20 Euros pro Nacht plus 10 Euros pro Woche fuer Stromkonsum, aber wir hatten unsere eingene Stromenergie vom Auto und benutzten Gaskocher. Die Toiletten und Duscheinrichtungen (heisses Wasser!) waren sehr in Ordnung, es gab Gelegenheit zum Waeschewaschen und Eisboxen zum Kuehlen von Nahrungsmitteln, allerdings nicht fuer boilies. Der naechstgelegende Supermarkt und eine groessere Stadt lagen 10 Minuten Autofahrt entfernt. Dort gab es auch ein grossen Angebot von Vergnuegungen fuer die ganze Familie. Die Autofahrt von Amsterdem bis zum Campingplatz dauert 7 ½ Stunden (und dieselbe Zeit wieder zurueck) und ein gutes Navigationssystem bringt Sie praktisch von Tuer zu Tuer.


Karpfen Paradies und Familienabenteuer – es ist ein phantastischer Ort, den ich jedem empfehlen kann, der diese wunderbare Erfahrung machen moechte und dazu noch zu guenstigem Preis. Probieren Sie es aus – es lohnt sich!

Leigh O’Keeffe