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Anthony Gee.

Den Platz wechseln oder nicht – das ist die Frage.

Nun – als das zweite Wochenende der Saison bevorstand, koennt ihr euch vorstellen, dass ich bereit und verrueckt danach war, endlich wieder raus zu kommen! Es war das letzte Wochenende im Juni, ich konnte es einrichten,  meine Arbeit eine Stunde frueher zu beenden, um dem verrueckten Wochenendverkehr in Southlake zu entgehen. Waehrend der vorangegangenen Woche hatte ich die Wettervorhersage verfolgt und fuer den Tag meines Aufbruchs war ein heftiger Suedwestwind angesagt. Ein gutes Vorzeichen fuer die tiefen Stellen!
Bei Ankunft am See und nach kurzer Orientierung zeigte es sich, dass meine Voraussage richtig war – ein angenehmer Wind blies ueber den See in Richtung der tiefen Stellen. Ich schaute mich um und der „heisse“ Futterplatz, die Bucht, war frei, aber sie war seit Saisonstart staendig besetzt gewesen und unter diesen Bedingungen hatte ich das Gefuehl, dass das andere Ende des Sees mehr produzieren koennte.
So holte ich also meine Geraete aus dem Auto und beeilte mich, zu Futterplatz Nr. 7 zu gelangen. Der Wind wurde staerker und es hingen schon einige Regentropfen in der Luft. Schnell stelle ich mein Zelt auf, die Rueckwand des Zeltes in Richtung See (was nicht so guenstig ist, denn die Sicht ueber das Wasser ist ziemlich eingeschraenkt). Aber ich hatte keine andere Wahl, denn der Wind begann, sich in einen richtigen Sturm zu verwandeln! Dies war gut und gab mir mehr Vertrauen.
Die Ruten wurden aufgestellt und ich war zum cast bereit. Keine Anzeichen eines Fisches, aber die Verhaeltnisse schrieen foermlich nach Karpfen! Die erste Rute stand ca. 32 m vom nahen Ufer entfernt und die zweite ungefaehr 64 m entfernt im Schlamm. Die erste war mit einem Standard Bleiclip versehen, wie ich es in der vorgehenden Session benutzt hatte. 50 freebies wurden ueber jede einzelne ausgestreut (S&O) und nun begann die Wartezeit!
Naja, warten war fast eine Untertreibung… denn obwohl die Verhaeltnisse perfekt waren bei starkem Suedwestwind mit leichtem Regen – kein einziger Pieper die ganze Nacht! Paul, der 3 Plaetze weiter unten stand, erging es genau so.  Gegen 08 Uhr morgens war er so weit, einen anderen Platz aufsuchen. Ich war da anderer Meinung, denn ich sagte mir, es lohnt sich vielleicht, noch ein paar Stunden auf Nummer 7 zu verharren.
Paul verlegte seinen Standort in die Bucht und rief mich gegen 13 Uhr an, um Neuigkeiten zu erfahren. Nichts neues, antwortete ich und er konnte leider auch nur dasselbe von sich berichten, doch hatte er Fische ganz in der Naehe gegenueber beobachtet und schlug mir vor, zu ihm rueber zu kommen. Die Versuchung war gross, aber er hatte die linke Seite der Bucht welche zu dem Angelgebiet gehoert. Nach meinem Gespraech mit Paul hoerte der Regen auf und das gab mir die Gelegenheit, den See auf Anzeichen von Fischen zu beobachten. Kurz darauf sah ich einen Fisch aus dem Wasser springen, allerdings am anderen Ende und in Richtung des Ententeiches – und dann noch einen! Dies zeigte mir endgueltig, dass ich mich in die richtige Richtung bewegte – ans andere Ende des Sees, ein Angelgebiert genannt „Cut Out“. Es liegt gegenueber der Bucht und erlaubt den Zugang zu beiden Seiten der Insel gegenueber des Ententeiches.
Die Nacht brach an, also ab nach Hause und Zeit, um die Angelgeraete aufzustellen!  Die erste Rute wurde dort plaziert, wo ich die Fische platschen gehoert hatte. Noch waehrend ich einen boilie am Haar anbrachte, erschien ein Fisch genau an der Stelle. Schnell befestigte ich eine Schnur fuer 6 Koeder an den Haken und warf sie aus, ungefaehr 24 m weit draussen. Die zweite Rute stellte ich ca. 27m entfernt auf. Diese Stelle ist ein Durchgangsgebiet fuer die Fische, die in den Ententeich schwimmen, so war es ziemlich sicher, dass sie auf ihrem Weg nach den Koedern schnappten. Ich verstreute genuegend Koeder ueber den Futterplatz und war meiner Sache ziemlich sicher, hatte ich doch ausserdem einen weiteren Fisch unweit meines linken Angelplatzes platschen gehoert.  

Es dauerte nicht lange, ungefaehr 20 Minuten und the linke Rute schlug an, genau dort, wo ich den Fisch beobachtet hatte. Es schien sich um kein grosses Exemplar zu handeln und innerhalb von 3 Minuten befand er sich im Netz. Naja, es handelte sich nicht unbedingt um einen „Raeucherhering“ -  aber der „Umzug“ an diesen Platz hatte sich gelohnt und mich davor bewahrt, leer auszugehen!




Wir nannten ihn “Fetthaupt”, was ich recht angebracht fand! Die Rute wurde am selben Platz wieder aufgestellt und die Stelle angefuettert. Es war jetzt 16.00 Uhr und der Regen begann zu troepfeln. Timbo kam zurueck, um die Nacht hier zu verbringen und installierte sich auf Platz 28. Er ist ein echter Dave Bailey mit der Kamera!

Tim und ich kloenten ein bisschen, waehrend er seine Geraete anbrachte, als der Delkims meiner weit draussen liegenden Angel Alarm schlug. Ich rannte ins Wasser und direkt in einen Fisch an der linken Angel, die sich stark zur Seite dehnte, denn diese Fische hatten eine Vorliebe fuer die Aststuempfe rund um die Insel. Schliesslich kam er naeher, ich merkte, dass es ein groesserer Fisch war, ich spuerte mehr Druck und da erschien er schon unter der Angelspitze, noch ein paar Stoesse und seine Nase erschien. Tim bereitete Waage, Schlinge und Matte vor und ich zog ihn aus dem Wasser und hin zur Waage. 22.12 lb! Und zwei am Ufer. Nicht schlecht!






Der Regen wurde immer heftiger, der Wind hatte gedreht und blies nun aus Westen anstatt aus Suedwesten. Die recht Angel wurde wieder ausgeworfen, jedoch dieses Mal 105 – 110 m weit um so nah wie nur moeglich an den Rand des gegenueberliegenden linken Ufers zu gelangen. Ich hatte dort Fische platschen gehoert und der Winkel ist viel guenstiger um spielende Fische zu beobachten. Man kann hinauswaten und eine Position einnehmen, wo die Fische nicht um die Insel herumschwimmen koennen. Noch mehr freebies wurden
mit Hilfe eines Stockes verstreut und ich verzog mich zurueck in mein Zelt. Der Regen haemmerte wie wild darauf und alles war pitschnass

Gegen 19 Uhr war alles so weit hergerichtet und wir setzten uns zusammen und kloenten und tranken etwas, um 23 Uhr zog ich mich leicht angeschlagen aber gluecklich ins Zelt zurueck. Die Nacht war nass und versprach nichts Aufregendes.

Erst als die Morgendaemmerung anbrach – es muss so gegen 05 Uhr gewesen sein, soweit ich erinnere – hing ein Fisch an meiner Angel. Wie ihr euch vorstellen koennt, erleidet man erstmal einen Schock, wenn man von einem Delkim am Ohr abrupt aus tiefstem Schlaf geweckt wird! Wir alle ueberlegen immer – was wuerden wir tun, wenn uns ein Run mitten im Schlaf ueberrascht. Ich dachte auch immer darueber nach, aber es passte nicht in die Wirklichkeit!! Den Halter in der rechten Hand und die Matte suchen – ich kaempfte wie eine Art von Ziege um in meine Wasserstiefel zu kommen! Dazu die Kommentare von Dave (Timbo), der mir Mut zusprach! Und es klappte!! Nach einem gluecklicherweise kurzen Kampf hatte ich einen  ansehnlichen 23.2lb schweren Burschen im Netz.




Ich stellte die Rute wieder an derselben Stelle auf, aber mit ein paar S&O mehr. Es war inzwischen zu hell geworden, um noch an Schlaf zu denken, so stellte ich den Kessel auf und trank etwas Heisses, dazu ein Zigarettchen und liess mich auf dem Liegestuhl nieder, behielt aber die Wasserstiefel an – fuer den Fall eines Falles!

Ich muss eingenickt sein und wurde brusk wieder von der rechten Rute geweckt! Und dieses Mal war ich zur Stelle wie ein Pfeil, der Fisch erschien kurz an der Oberflaeche, die Rute dehnte sich seitlich und er war im offenen Gewaesser. Anders als ueblich schwamm er schwerfaellig durch das Wasser und schien darauf zu warten, dass ich in Aktion trat. Als ich begann, die Schnur einzuholen, fing der run richtig an, 15 - 25 m, und als ich ihn langsam zu mir zog, begann er zu ermueden. Ich sagte mir, das wird ein guter run! Timbo war schon zur Stelle mit dem Netz und ich sagte – dies ist ein groesserer Fisch als die anderen! Ich irrte mich nicht und als er im Netz lag wusste ich, dass ich meinen zweiten Ocean Fresh 30-Pfuendler in dieser Saison hatte!


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Ich wog 30 lb und war ein toller Bursche!. "






o.k., das wars erstmal fuer heute vom Geeman.


The Geeman