Neue, Niederlande Ocean Fresheeeeee


Tim Athey.

Barbe und Karpfen

Nach dem Wohltaetigkeitswettkampf erlebte ich verschiedene blanko Sessions und fragte mich, wann wohl all diese Fische zu ihrer Herbstfuetterung erscheinen wuerden... Ich entschloss mich, dem See eine Pause zu goennen und wandte meine Aufmerksamkeit einem kleinen Flussstreifen in der Naehe zu,  den Mark schon angefuettert hatte.
Mark waren dort kuerzlich einige Fische in letzter Minute entschluepft und wir waren ueberzeugt davon, dass dort einige Ueberraschungen zu erleben waren, wir wussten ausserdem, dass das Gewaesser Barben beherbergte und da einige Fischereien vor kurzem ueberflutet worden waren, gab es gute Chancen dafuer, dass dabei einige Karpfen in den Fluss entwichen waren.
Meine erste Session mitten in der Woche, mit Uebernachtung, brachte mir einen Fang, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Ich hatte erst vor 45 Minuten meinen set-up aufgestellt, als der Alarm 2 Pieper ertoenen liess und ich konnte sehen, wie die Leine durch das Wasser schoss und stromabwaerts schnellte, weg von mir. Bevor der Fisch jedoch die Chance hatte, sich davon zu machen, war ich schon bei ihm und sah ein heftig zappelndes Monster. Der Kampf war kurz aber heftig und da ich frueher schon viele Barben gefangen hatte, wusste ich, was da am Haken hing. Worauf ich nicht vorbereitet war, war die Groesse dieses Fisches!.

Bei seiner Betrachtung, nachdem er im Netz gelandet war, wusste ich, dass er moeglicherweise ueber meinen bisherigen persoenlichen Rekord von 11lb hinausging, der Ruecken hatte eine maechtige Breite. Nachdem ich ihn auf die Waage „gehievt“ hatte, war ich sprachlos – er wog 13.5lb! Verwendet hatte ich die Squid & Octopus boilies, mit denen wir schon waehrend der gesamten Saison geangelt hatten. Mark, der ganz in der Naehe wohnt, gesellte sich auf einen Schwatz zu mir und sprang vor Aufregung herum wie ein Verrueckter, denn mein Fang war wirklich ein tolles Exemplar. Ich allerdings war nicht zu sehr beeindruckt, weil ich vielleicht etwas unter Schock stand und nachdem der Fisch wieder sicher dem Wasser uebergeben war, lehnte ich mich zurueck und dachte darueber nach, was geschehen war!


"13.5lb for River Torpedo"


In der drauffolgenden Woche kehrte ich wieder an dieselbe Stelle zurueck und da ich die Wochenend Session verpasst hatte, war ich natuerlich sehr auf diese erpicht! Als die Ruten aufgestellt waren, lehnte ich mich zurueck und wartete.

Ich musste nicht allzu lange warten bis sich dasselbe Ereignis wie in der vorigen Woche einstellte und ich mich wieder im Kampf mit einem grossen Barben verwickelt sah. Alles ging wie am Schnuerchen und wieder hatte ich einen 11lb 2oz Fisch auf der Waage!



In derselben Nacht, gegen 02 Uhr hatte ich nochmal einen Fisch an der Leine, aber er zerriss meinen Hakenlink aus Nylon und machte sich auf und davon! Ganz offensichtlich war es ein noch groesser Fisch, vielleicht sogar ein Karpfen, wer kann es sagen... Nur die Zeit kann es beweisen!
Meine naechste Session war mehr eine gesellschaftliche Veranstaltung, wir hatten uns verabredet, wieder nach Southlake zu fahren und die Rugby Meisterschaft war in vollem Gange. England war im Halbfinale und 12 Farbfernseher waren aufgestellt, dazu floss jede Menge Bier....Wir verbrachten eine tolle Nacht, bei gutem chinesischen Essen und noch mehr Bier und torkelten gegen 23.30 Uhr in die Betten. Um 01.10 Uhr wurde mein angenehmer angetrunkener Schlaf jaeh von meiner rechten Rute unterbrochen, die fast am zerreissen war! Ich riss meine Beine aus dem Bett, fuhr in meine Wasserstiefel und stolperte zu meinen Ruten, dabei fiel ich fast ins Wasser. Ich raffte mich wieder auf und stiess direkt auf einen schweren Fisch, der sich schwerfaellig in der Dunkelheit  bewegte. Inzwischen tauchten Mark und Douglas hinter mir auf und feuerten mich mit weisen Worten an wie „verlier ihn nicht“ und „pass auf die Leine auf, Kamerad“...

Mit guten Worten lockte ich den Fisch naeher und naeher und es schien fast so, als ob er wusste, dass ich beim ersten Versuch den Drill mit dem Netz verpasst hatte, aber diesen zweiten Versuch wuerde ich nicht verpassen! Als ich ihn endlich sehen konnte, erkannte ich ein paar breite Schultern und obwohl ich etwas taumelig war, entwirrte ich das Netz von der Rute und scheuchte den Fisch zu der wartenden Matte. Ich konnte erkennen, dass es sich gut um einen dreissig Pfuendler handeln mochte. Nachdem der Fisch auf der Matte lag, der Haken herausgezogen und das Netz beiseite gerollt war, erkannte ich in ihm „Teardrop“, jenen Fisch, den ich vor 4 Jahren gefangen hatte, mein erster Southlake Karpfen! Die Waage zeigte 34.5lb an, ein alter englischer Spiegler. Toll !!!


"Teardrop at 34.5lb"



Als ich ihn das erste Mal fing, hatte ich leider meine digitale Kamera umformatiert und sie ging nicht, naja – dismal hatte ich ihn wunderbar auf dem Bild. Und das Gesicht sagt alles!!!
Es scheint so, als ob ich meinen ersehnten Fisch in dieser Saison nicht bekommen kann, obwohl aufgegeben habe ich noch nicht, dieser 30lb schwere Common muss doch irgendwo stecken! In diesem Winter werde ich nicht angeln gehen, genau wie in den vergangenen Jahren, also – wenn es zu kalt wird, bleiben die Ruten in der Garage stehen bis der Fruehling sich wieder meldet.

Ich habe vor, noch einige Sessions am Fluss und vielleicht eine oder zwei am See zu erleben, also schaut nach meinen Artikeln.


Tight Lines bis bald

Timbo