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Doug Caiger.

RS&G Koeder unter Beweis.

Ich befinde mich in der beneidenswerten Lage, dass der See, in dem ich gerne angel anscheinend nur in der geschlossenen Fruehlingssaison und in den Sommermonaten belebt ist. Es gibt leichtere Seen in der Umgebung und das bedeutet, dass waehrend des gesamtes Jahres oder wenn das Angeln schwierig wird, nicht so viel Druck auf diesem See lastet. So kann ich den ganzen Winter hier angeln gehen, ohne einen anderen Angler zu erblicken. Und was noch dazu kommt – er liegt ganz in der Naehe meines Hauses und es ist leicht, Tagesausfluege dorthin zu unternehmen.

Da ich mindestens drei mal waehrend der letzten zwei Jahre von einem Koeder zum anderen gewechselt hatte  war ich erpicht darauf, endlich einen Lieblingskoeder zu finden. Nach eingehender Abschaetzung und Auswertung saemtlicher Koederangebote beschraenkte ich meine Wahl auf einige wenige Firmen. Da ich kein Mensch bin, der immer der Menge folgt, beruecksichtigte ich dabei jene Firmen, die nicht viel Geld fuer Werbung ausgaben, aber einen guten Ruf genossen. Bei der Suche nach einem geeigneten Koeder sollte man immer auf seine Nahrungsqualitaet achten. Die Koeder des Ocean Fresh Natural Carp Food Sortiments sind reich an Vitaminen, Proteinen, Kohlenhydraten und Fette, die von Karpfen als gute Futterquelle erkannt werden, leicht verdaulich sind und eine leckere Nascherei bedeuten. Das Ocean Fresh RSG enthaelt eine Mischung aus Milchproteinen, amino, robin red, Seealgen, Paste aus rohen Krabben, ganzen und zerdrueckten Krabben, gefriergetrockneten „bloodworm“ und reinem Knoblauchoel, dazu kommt noch Austernschale zur Erzielung des einzigartigen Knuspereffekts und LT Fischmehl. All das zusammen ergibt einen Qualitaetskoeder dem man vertrauen kann und meine Wahl im Endeffekt leicht machte.

 

 


Ich begann Mitte Oktober 2006 mit  Ocean Fresh RSG zu angeln und war neugierig zu erfahren, ob es als Nahrungsquelle fuer Karpfen geeignet sei. Ich wusste, dass ich den ganzen Winter vor mir hatte, um diese Tatsache nachzuweisen und so kam ich waehrend der gesamten geschlossenen Winterperiode zum See.

Beim Versuch, einen Koeder unter Beweis zu stellen koennte es schwierig werden, sollten andere Anglerteams in der Naehe sein, die dasselbe tun. Mein Vorteil war, dass ich waehrend des bevorstehenden Winters gegen niemand einen Wettlauf starten musste. Ich fragte mich, ob ich wohl lange genug aushalten wuerde, um die Fische mit meinem Koeder anzulocken, oder ob der Kaelteeinbruch frueh einsetzen und die Fische sich verstecken wuerden. Es gab Geschichten aus frueheren Jahren, als sich alle Angler dieses Sees zusammentaten und denselben Koeder verwendeten, ich glaube es war ein Fischmehl. Irgendwann im Fruehling konnten sie ihren Koeder bestaetigen und hatten in den folgenden Angelsaisons ziemlich viel Erfolg, im Durchschnitt angelten sie rund 30 Fische pro Saison. Die Zeiten haben sich waehrend der drauffolgenden 10 Jahre geaendert und jetzt gilt eine jaehrliche Fischbestandspolitik, die aber keine sehr grossen Mengen beinhaltet.  Der See zaehlt ungefaehr 150 Karpfen in 3,2 ha Wasser, aber wenn man alleine angelt kann es eine entmutigende Herausforderung bedeuten. Im Gegensatz zu stark besuchten Seen wo viele andere Angler sitzen, war ich in dieser Jahreszeit der Einzige dort.

Die meisten Angler sind an einen gewissen Zeitlimit beim Angeln gebunden, sie sind hier um Fische zu fangen und nicht um hinter beweglosen Angelruten zu sitzen. Man erlebt das waehrend der Fruehlings- und Sommermonate. Die Angler kommen mit eine Reihe von Koedern wie Hanf, Mais, Maden und Pellets in der Hoffnung, einen Fuetterungsrausch zu entfachen und so jede Menge Fische zu fangen. Ich moechte niemand, der vielleicht diese Art von Angeln anwendet, beleidigen, denn schliesslich angeln wir alle aus einem selben Grund : Fische zu fangen! Ihr solltet euch  jedoch bewusst sein, dass die Karpfen auf lange Sicht gesehen keinerlei Naehrwerte aus diesen Koedern aus Maden und Pellets erhalten. Sie werden dies bald merken und es vorziehen, ihre Nahrung woanders zu suchen.  Noch bevor ihr dies merkt, ist die Maden- und Pelletannaehrungsmethode verflogen und die Groesse der geangelten Fische wird immer kleiner. Es dauert zweifelslos laenger, einen boilie als Naehrwert bestaetigen zu koennen, aber die langfristigen Ergebnisse wiegen die Zeit des Ausprobierens auf.

Wenn der Koeder also ausgewaehlt ist, ist seine Anwendung der naechste Schritt. Da ich in unmittelbarer Naehe des Sees wohne ist es leicht fuer mich, eine Menge Zeit dort zu verbringen und einfach nur die Fische zu beobachten. Das ist ein unschaetzbarer Vorteil wenn es darum geht, eine Koederkampagne an jeglichem Gewaesser zu starten. Am Besten ihr hattet vorher die Gelegenheit, ueber einen gewissen Zeitraum hinweg mit einer Markierungsrute die Besonderheiten des Sees so wie die verschiedenen Tiefen ausfindig zu machen. Wenn ihr genuegend Zeit am See verbracht habt, bekommt ihr einen guten Ueberblick der Fische, ihre Gewohnheiten, ihre Routen, ihre Gebiete und ihre Futterstellen. Ihr werdet auch jene Bereiche des Sees ausfindig machen, wo niemand angelt, jene ruhigen und abseits liegenden Gebiete, wo man nicht einmal ein Zelt aufstellen kann und wo die meisten Angler einfach dran vorbeigehen. Das sind Goldminen!

Ich entschloss mich dazu, die Koeder ueber den gesamten See zu verstreuen, angefangen von den ueberwachsenen und einsamen Stellen bis hin zu den bekannten und beliebten Gebieten. Ich wusste, dass die Fische gerne zu den bevoelkerten Stellen kamen und wenn ich eine Handvoll Koeder dort ausstreute, behinderte ich damit nicht das Angeln der anderen, aber die Fische konnten den Koeder bemerken. Ich verstreute ebenfalls eine Handvoll Koeder an den Ufern der westlichen Seeseite, denn ich wusste, dass die Fische gerne  hierher kamen um die ersten waermenden, morgendlichen Sonnenstrahlen zu geniessen. Dann kamen die Gebiete dran, wo niemand angelte aber von denen ich wusste, dass die Fische sich dort gerne aufhielten und schliesslich die Angelgebiete der ersten und zweiten Wahl, die ich als Favoriten fuer die kommenden Monate im Auge hatte. Warum 2 Angelgebiete? Gut, obwohl ich im vergangenen Winter nicht einen einzigen Angler an den Ufern gesichtet hatte, wusste ich, dass ich auch Pech haben und eines Tages jemand dort vorfinden koennte. Fuer diesen Fall hatte ich einen zweiten!

Um mir selber die beste Chance zu geben damit die Fische den Koeder auch richtig finden wuerden, stellte ich eine Mischung aus 15mm, 18mm und 22mm RS&G Koedern fuer meine Kampagne her. Gluecklicherweise ziehen die Silberfische im See suesse und fruchtige Geschmacksrichtung vor und so wuerde RS&G nicht auf ihrem Menue stehen. Wenn man unterschiedliche Koedergroessen, die verschiedenartige Reaktionen im Wasser ausloesen verwendet, muss ein Karpfen ueberall und rundherum fressen, um sie alle zu finden. Dies wuerde zu meinem Vorteil beim Bestaetigen eines Koeders sein.

In der zweiten Oktoberhaelfte  besuchte ich  den See taeglich und wechselte die Angelgebiete ab, die ich angefuettert hatte. Jede Woche fuetterte ich ungefaehr 5kg RS&G. Die ersten Faenge stellten sich Mitte November ein, der erste Fisch war ein 25lb schwerer Stockfisch. Waehrend die Naechte laenger und kaelter wurden, setzte ich meine woechentliche 5kg Fuetterungsphase fort. Die reichten nicht lange, denn es war ja kein weiterer Angler weit und breit da. Anfang Dezember fing ich regelmaessig Fische, 1 bis 2 pro Woche. Im tiefsten, dunkelsten Januar bei einer Temperatur von minus 7 Grad fing ich sogar 4 Fische in einer Nacht, 2 „zwanziger“ und 2 soger darueber. Ich setzte meine 5kg pro Woche Fuetterung waehrend der ganzen Wintermonate fort, eine Handvoll hier, eine Handvoll dort und konzentrierte mich auf das noerdliche Ufer, wo die Schienen der Eisenbahn verliefen. Wenn ich angel, mag ich gerne sauber und trocken sein. Nach jeder Session ging ich nach Hause und wusch den Schlamm vom Zelt, von der Unterlegplane und von ueberall gruendlich ab. Als der Winter naesser und naesser wurde, konnte ich an diesem Angelgebiet nicht mehr verbleiben.


Eines samstags Ende Januar fuhr ich zum See und konnte mich nicht entscheiden, an welcher Stelle ich angeln sollte. Ich suchte nach einem Angelrevier in der Naehe der Stelle, wo ich vorher mehrmals geangelt hatte, aber nicht so schlammig. Nach einigen Runden um den See entschied ich mich endlich fuer die voellig entgegengesetzte Seite des Sees. Ich haette nicht weiter entfernt sein koennen von den Stellen, wo die meisten Koeder verstreut gewesen waren. Dies wuerde ein harter Test fuer RS&G sein – sollte sich der Koeder bewaehren, wuerde ich in Schreie ausbrechen! Am naechsten Morgen hatte ich einen knapp ueber zwanzig Pfund Fisch an der Angel. Es sah wirklich so aus, als ob ich auf dem besten Weg war, mein Ziel zu erreichen.

Der Winter ging, der Fruehling kam und die Fische erschienen weiterhin regelmaessig. Seit Mitte Januar waren meine Sessions nie leer ausgegangen und mein Durchschnitt  bei jeder Session war mindestens ein Karpfen von ueber 20 Pfund. Das Ende der geschlossenen Jahreszeit rueckte naeher und der Druck wuerde sich erhoehen, es wuerden viel mehr Angeln und viel mehr Koeder im Wasser sein. Als die Angelsaison begann wurde der See belebter, aber dieses Jahr gab es einen grossen Unterschied. Obwohl viele Angler den See besuchten war es ganz offensichtlich, dass Ocean Fresh RS&G einen Vorsprung vor den anderen Koedern hatte. Waehrend der geschlossenen Saison bis hin zum Sommeranfang  hatte RS&G alle anderen an diesem See verwendeten Koeder ueberfluegelt, mit mindestens 9-1. Bevor ich das erfuhr, hatten viele andere Angler dieses Sees schon Nachforschungen angestellt, wo sie Ocean Fresh Produkte erhalten koennten, insbesondere RS&G.

IIn 8 Monaten hatte ich es geschafft, 96 Karpfen zu angeln; der Versuch, RSG als Nahrungskoeder unter Beweis zu stellen, hatte geklappt, was meint ihr?

Ueblicherweise wird nicht mit einem nahrhaften Koeder geangelt und das liegt an den hohen Kosten der entsprechenden Produkte, die in den Laeden angeboten werden. In der naechsten Saison will Ocean Fresh den Preis senken, damit viele Angler Zugang dazu haben und  dasselbe erleben koennen. Alternativ koennt ihr auch ein paar Leute zusammen bringen und ein „Koederteam“ bilden, die Vorteile davon liegen auf der Hand. Den ganzen Fruehling hindurch hatte ich viel Erfolg an angefuetterten Stellen, aber auch an jenen Stellen, die nicht angefuettert waren. Wenn ihr euch entschliesst, einen Koeder als Nahrungskoeder zu bestaetigen muesst ihr daran denken, dass es nicht allein um den Preis des Koeders geht, sondern auch um die Zeit die ihr braucht, um ihn anzuwenden. Ich habe bewiesen, dass man es machen kann, aber es ist nicht einfach, bei jedem Wetter oder in pechschwarzer Dunkelheit an den See  zu gehen und anzufuettern. Jetzt kann ich mich zuruecklehnen und die Ergebnisse betrachten, die ich dieses Jahr erzielt habe und ich weiss, dass all die harte Arbeit und die Anstrengungen sich gelohnt haben....


Doug